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Dies & Das / Gonsenheim

og - 09. November 2011 um 00:41

„Bunt sind schon die Wälder“ - der Familientag im Lennebergwald

Mainz als Stadt der Wissenschaft 2011 lässt die Kinder- und Jugend-Umweltbildung nicht vermissen. Das bewies der Familientag im Lennebergwald. Die Eltern mit ihren Kindern kamen zu Hunderten und der Wald verwandelte sich in eine begehbare Ausstellung, in der der Herbst und seine Farben am Forsthaus in Budenheim zum Erlebnis wurden.

Es gab viele Workshops und Mitmachaktionen, organisiert von der Grünen Schule des Botanischen Gartens und den anderen Kooperationspartnern des Projekts „Farben – Die Welt ist bunt“ im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2011.

"Bunt sind schon die Wälder"
"Bunt sind schon die Wälder"

Das erklärte Ziel: den unmittelbaren Bezug besonders der Naturwissenschaften zur belebten Natur unterstreichen.

Achim (32), ein Chemiestudent vom NaT-Lab für Schülerinnen und Schüler von der Johannes Gutenberg-Universität kommentierte: „Es ist uns wichtig die kindliche Neugierde zu fördern, weil dadurch ein neues Interesse an der Welt geweckt wird und eine neue Forschergeneration heranwächst.“

Wie erzeugt man aus Blättern Farbstoffe, zum Beispiel Rot? - Zum Experimentieren gab es genug Gelegenheit.

Im Herbst bildet sich das Chlorophyll in den Pflanzen zurück, dabei entsteht der rote Farbstoff namens „Anthocyan“ als Abfallprodukt. Mit Sand, handelsüblichem Spiritus und etwas Geduld ist er schnell extrahiert.

Ein weiteres Highlight im NaT-Lab war die Beweisführung, dass in Kastanienzweigen eine Substanz ist, mit der man Oxydationswaschmittel herstellen kann, also ein Waschmittel, das ergraute Wäsche wieder zum Leuchten bringt. Unter dem UV-Licht konnte man über das natürliche Leuchtmittel staunen. Ein kleiner Kastanienzweig wurde in ein Wasserbad gelegt, um den „Aesculin“ genannten Wirkstoff als hell-leuchtend-weiß sichtbar zu machen.

Wie schon beim ersten Familientag im Botanischen Garten im Frühjahr stand auch im Lennebergwald noch einmal der Baum des Jahres 2011, die Elsbeere im Fokus, denn als trockenheitsresistenter Baum soll sie in Zukunft im Rheinhessischen Umland eine größere Bedeutung gewinnen.

Das Landesmuseum Mainz brachte den Kindern unter anderem die Frottage nahe, eine von Max Ernst populär gemachte bild-künstlerische Drucktechnik, bei der die Oberflächenstruktur von Rinde, Blättern oder Ästen durch das Abreiben mittels Kreide oder Bleistift auf ein aufgelegtes Papier übertragen wird. So entstanden am Familiensonntag kleine Kunstwerke.

Die Flora und Fauna des Lennebergwaldes wurde eindrucksvoll erläutert und zum Gegenstand der spielerisch-wissenschaftlichen Betrachtung, bei den Kleinstlebewesen angefangen, die gesammelt und beim Stand des Umweltamtes unter dem Mikroskop untersucht wurden.

Der Deutsche Imkerbund e.V. informierte über die Biene. Das Naturhistorische Institut bot einen Quiz zu den heimischen Tierarten an, und das Römisch-Germanische Zentralmuseum ging einer „Kulturgeschichte des Waldes“ auf den Grund: Wie hat sich die Bedeutung des Waldes über die Jahrhunderte hinweg bis heute verändert, was ist gleich geblieben? Infotafeln informierten über die Mysterien des Fauns und des Diana/Artemiskultes.


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Ort: Gonsenheim
Tags: Lennebergwald Farben Familientag


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