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Kultur / Gonsenheim

Rüdiger Wrobbel - 22. März 2017 um 08:44

Wenn der Rheinhessendom wackelt. . .

. . . schunkeln auch die anderen Kirchen. Nach einem Jahr Pause gab's wieder närrische Pfarreien. Die überzeugten mit Riesenkrachern und einem Bilderbogen der guten Laune.

Das kann auch mal ins Auge gehen, wenn schon zu Beginn der Sitzung große Kracher kommen. Verblassen dagegen die folgenden Beiträge, oder schaffen sie es die Stimmung zu halten? Stimmungsvoll schon der Einmarsch mit Musikzügen der Füsilier-, Klepper- und Grenadiergarde, flankiert von zwei Schwellköppen.

"Obermessdiener" Andreas Schmitt. Klare Haltung in der Bütt.
"Obermessdiener" Andreas Schmitt. Klare Haltung in der Bütt.

Dann gelungenes Protokoll von Ruth Ludwig.

Nicht leicht, das Geschehen des vergangenen Jahres so pointenreich zusammenzufassen. Der Knaller war es dann aber, was Eva Geins und Pauline Beckhaus als pubertierende Teenies in der Bütt zelebrierten. Woran erkennen Teenies, dass sie erwachsen werden? Die Blicke werden magisch auf andere Dinge gelenkt. Schuhgeschäfte wirken unwiderstehlich. Die beiden waren so gut drauf, ließen ihr Zwiegespräch auch nicht von einer anfangs holprigen Tontechnik sabotieren. Erster Kontakt mit der Bühne und schon funkensprühend gezündet.

Nach dem Kinder- und Jugendgardeballett der Füsiliergarde folgte ein kleiner Schreck. Engelchen Christiane Mertins war das Hilfspersonal ausgeflogen. Und kaum war der Hilfsengel fort, bot Teufelin Birgit Heuser-Hildebrandt Hilfe an. Mit diesem teuflischem Beistand war es kein Wunder, dass der Engel wenig liebevolle Worte fand, das bekam auch Pfarrer Weindorf zu spüren. Und weiter keine Atempause für das närrische Publikum, denn die Mixed Pickles behandelten fröhlich ihren „Selbstfindungsdruck“. Beeindruckend gesungen von Sigrid Friedrich und Simone Gieswinkel, ihre dritte Mitstreiterin war leider krank geworden. Einfach Zauberhaftes wurde von Rudi Lucas und Guido Heddergott dargebracht. „Gouda to sea“, und eine umwerfende kulinarische Weltreise erlebte man mit Christoph Seib.

Bis jetzt blieb kein Auge trocken bei all dem Spaß. Zeit für ein paar klare Worte. Die fand natürlich wie kein anderer Obermessdiener Andreas Schmitt, nicht nur für den „Pinocchio vom Bospurus“, Rückgrat statt Buckel. Ganz lokal vermisste er sein Lokal, das Weinhaus Blum, und auch von ihm gab es ein paar Seitenhiebe auf Pfarrer Weindorf. Spricht für den Pfarrer, dass er nach all der Schelte seinen nächsten Segen nicht mit gestreckten Mittelfingern ausgeteilt hat. Nach dem frisch auftretenden GCV-Ballett gab es fingierte ZDF-Heute-Nachrichten aus Gonsenheim mit interessanten Neuigkeiten, vorgetragen von Pfarrerin Angela Rinn als Gundula Gause, und ein Lied-Casting von den Mitgliedern der evangelischen Kantorei als Lutheraner.

Wer geglaubt hatte, das Pulver wäre im ersten Teil bereits verschossen, wurde gleich nach der Pause eines Besseren belehrt. Großartig das Männerballett Canisius mit ihrem getanzten Europa. Der nächste Hit wieder von evangelischer Seite. PfarreRinn, pardon, Pfarrerin Dr. Angela Rinn in toller Michael Holm-Maske mal nicht kriminalistisch, sondern, begleitet von Kantor Peter Paulnitz und einem 70er-Jahre-Hintergrundchor, gesanglich auf der Höhe mit „Finther lügen nicht“. Die Weisheit, dass man einem Feuer Zeit geben muss, stammt von den Feuerwehrmännern Rudi Hube und Johannes Emrich. Aber an Löschwasser mangelte es denen ohnehin. Nachdem das Tanz-Team Marienborn das Publikum mit akrobatischem Showtanzballett verzauberte, konnte Sitzungspräsident Udo Becker die Eisbären auf die Bühne bitten zu ihrem Auftritt und éinem grandiosen Finale.

Rüdiger Wrobbel


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Rubrik: Kultur
Ort: Gonsenheim
Tags: Fastnacht St.Stephan St.Petrus Canisius Gonsenheim Obermessdiener Männerballett Füsiliergarde Kleppergarde Grenadiergarde Eisbären Andreas Schmitt ev. Kantorei Lutheraner GCV-Ballett


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Rüdiger Wrobbel
Rüdiger Wrobbel
Standort: Gonsenheim
Beruf: Beamter i.R.
Anzahl Artikel: 80
Ehrenamtlicher Mitarbeiter des Stadtteiltreff/Brotkorb Gonsenheim, ehrenamtlich Fotograf und Mitglied der ELSA-Redaktion. 2 feste Kolumnen,"Elsa-Animale" und "Else sieht die Welt". Texte oft satirisch. Aber auch Politik, Sport, Musik und Gesellschaft. Fotografieren auch als Hobby, am Liebsten Natur. Eine Ausstellung bisher. ”

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