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Sport / Gonsenheim

Rüdiger Wrobbel - 09. März 2018 um 07:59

Goldrausch in Südkorea

Olympische Spiele ausrichten mit Respekt vor der Natur statt Gigantismus wäre doch ein lobenswertes Ziel. Aber freuen wir uns an den tollen Leistungen "unserer" Olympioniken. Zuguter letzt hat Redaktionshund Einstein seine ganz eigene Sicht der Dinge.

Es sollte ein olympischer Artikel werden über die 4. Und 5. Plätze, diese undankbaren Plätze, die doch so wenig die Leistung honorieren, die dahinter verborgen ist. Aber dann gab es diesen Goldrausch für das deutsche Team.

Olympia (und Redaktionshund Einstein)
Olympia (und Redaktionshund Einstein)

Goldmädchen und Goldjungs, so goldig, dass man gerne darüber hinweg sah, wenn nach dem Medaillengewinn im nächsten Wettkampf die Enttäuschung folgte.

Zumal es im Wintersport so eine Leistungsdichte gibt, dass auch nach 30 km Langlauf eine Zehenlänge über den Sieg entscheidet, 5 Hundertstel den Unterschied zwischen Platz 1 und 4 und zwei Sekunden Rückstand gerade für Platz 14 reichen. So zollen wir doch mal all jenen Respekt, die so nah dran waren und doch so weit weg.

Jetzt aber Hut ab vor den Athletinnen und Athleten, die Deutschland so vergoldet haben, die für Gänsehaut und so manche Freudenträne gesorgt haben oder gar historisches und unvergessliches vollbracht haben. Biathlon, Langlauf, Skispringen, Rodeln (mal mit den Füßen, mal mit dem Kopf voran), Bob, die Kombinierer und Eiskunstlauf, wann haben wir es je so spannend und so erfolgreich gesehen? Unfassbar diese Kür von Aljona Savchenko und Bruno Massot, wie sie scheinbar schwerelos mit der Anmut von Eistänzern höchste Schwierigkeiten meisterten. Die ließen uns sogar vor dem Fernseher aufstehen und mit Gänsehaut staunen. Der Lauf ihres Lebens, ein Lauf für die Geschichte. Historisch und unerwartet dann die Leistung der Eishockey-Männer. Bis 55 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit sensationell auf Goldkurs, am Ende ein goldglänzendes Silber. Und so ganz nebenbei gab es auch noch einen Hoffnungsschimmer für koreanische Völkerverständigung. Herz, was willst du mehr.

Rüdiger Wrobbel

Redaktionshund Einstein hatte seine Augen mal wieder woanders und hat schon wieder was zum nörgeln.

Wuff und Hallo ihr Lieben,

da bin ich wieder. Und, wen wundert’s, in dieser Zeit wanderte mein Blick nach Südkorea. So ein alter Hund wie ich sammelt, auch nicht verwunderlich, ganz andere olympische Eindrücke. „Vor dem Betreten des Schnees bitte Schuhe abputzen“ konnte man auf Schildern des olympischen Geländes lesen. Die Mitarbeiter trugen doch tatsächlich nach jeder Veranstaltung vorsichtig die oberste, verschmutzte Schneeschicht ab damit alles schön weiß bleibt. Mein Vorschlag für „Nach-Olympia“, wenn ihr schon so in Übung seid, setzt euch in Boote und tragt die oberste Schicht der Ozeane ab, damit die mal vom Plastikmüll befreit werden.

Viel Spaß und bis demnächst, Euer Einstein


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Rubrik: Sport
Ort: Gonsenheim
Tags: Olympia Pyongchang Goldmedaillen Olympische Spiele Wintersport Olympische Winterspiele 2018 Biathlon Eishockey Eislauf Einstein Elsa Animale Plastikmüll Südkorea


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Rüdiger Wrobbel
Rüdiger Wrobbel
Standort: Gonsenheim
Beruf: Beamter i.R.
Anzahl Artikel: 84
Ehrenamtlicher Mitarbeiter des Stadtteiltreff und des Flüchtlingsnetzwerkes "Miteinander-Gonsenheim", ehrenamtlich Fotograf und Mitglied der ELSA-Redaktion. 2 feste Kolumnen,"Elsa-Animale" und "Else sieht die Welt". Texte oft satirisch. Aber auch Politik, Sport, Musik und Gesellschaft. Fotografieren auch als Hobby, am Liebsten Natur. Eine Ausstellung bisher. ”

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